Bürgerinitiativen unterstreichen erneut ihre Kompromisslosigkeit

Es ist zwar eigentlich schon zu erahnen gewesen, jetzt ist es erwiesen: Bei den Bürgerinitiativen (BI), die im Inland gegen Hydraulic Fracturing sowie gegen einheimische Erdgasförderung insgesamt agieren, handelt es sich offensichtlich um Mitmenschen mit der radikalen Ansicht, dass fossile Energieträger von heute auf morgen ersetzt werden könnten. Anders sind die Thesen, die auf einem Treffen von 26 Initiativen (von gelisteten 33) aufgestellt worden sind, nicht zu erklären.

Auf dem Treffen wurden laut der eigenen Netzplattform gegen-gasbohren.de drei Forderungen formuliert. Diese sollen hier aufgeführt und kommentiert werden:

  • Die Initiativen fordern ein sofortiges ausnahmsloses Verbot sämtlicher Formen von Fracking bei der Erforschung, Aufsuchung und Gewinnung fossiler Energieträger. Unabhängig davon, ob die Rissbildung mit oder ohne den Einsatz giftiger Chemikalien, hydraulisch oder andersartig erzeugt wird.

Diese Forderung ist schon allein deshalb interessant, weil Hydraulic Fracturing auch im Bereich der Geothermie angewendet wird, nach Ansicht der BI aber nicht verboten werden sollte, da es sich nicht um einen fossilen Energieträger handelt. Es wird also mit zweierlei Maß gemessen. Weiterhin interessant ist die Formulierung, dass  dieses Verbot  ausgesprochen werden sollte, unabhängig davon, ob die Rissbildung hydraulisch oder andersartig erzeugt wird. Nun, bei der Diskussion geht es um hydraulische Fracmaßnahmen und eine Rissbildung ist nahezu ausschließlich nur hydraulisch möglich. Was dabei verwundert ist, dass „Fracking“ als Synonym für Rissbildung, was sachlich korrekt ist, verwendet wird. Denn noch vor wenigen Wochen kommentierte hier einer der führenden Köpfe, „Der Bäckermeister“ Mathias Elshoff aus Nordwalde: „Zunächst muss man definieren was Fracking ist.“ und: „Versteht man unter Fracking aber die gesamte Förderung über mehrere Jahrere“[…] (Quelle) Werdet euch doch einmal einig, was ihr unter „Fracking“ verstehen wollt, bevor ihr irgendwelche Forderungen aufstellt. Unfassbar!

  • Ein generelles Import- und Handelsverbot von „gefrackten“ fossilen Energieträgern. Ein generelles Verbot der Verpressung des Rückflusses oder der untertägigen Ablagerung von Fluiden und Lagerstättenwässer. Sowie eine Novellierung des Bergrechts bei der die höchsten Umweltstandards und Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit im Fokus stehen.

Würde Deutschland dieser Forderung folgen, hätte es ein eklatantes Versorgungsproblem. Nicht nur, dass ca. 1/3 des im Inland geförderten Erdgases aus gefracten Bohrungen stammt, entstammen auch Importe aus unseren Lieferländern Bohrungen, in denen Fracmaßnahmen durchgeführt worden sind (siehe dazu Hydraulic Fracturing). Worin das Problem besteht, Lagerstättenwasser in Formationen zu verbringen, aus denen es stammt oder in Formationen, wo ähnliche Bedingungen herrschen, bleibt unerklärt. Dass im Rahmen des Bergrechtes auch andere Rechtsgebiete beachtet werden bzw. im Rahmen des Genehmigungsverfahrens bergbaulicher Vorhaben, u.a. das Umweltrecht zu beachten ist, wird natürlich geflissentlich ignoriert und in Abrede gestellt (ohne Begründung).

  • Begleitend fordern die Vertreter der Bürgerinitiativen ein konsequentes Umsetzen der politisch beschlossenen Energiewende, d.h. die Abkehr von fossilen Brennstoffen, den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die Steigerung der Energieeffizienz.

Hier offenbart sich des Geistes Kind. Grünideologische Indoktrinierung wirkte einhergehend mit dem Ignorieren der offensichtlichen Probleme hinsichtlich „ökologischer“ Energieerzeugungsformen: Umsetzung der sogenannten Energiewende, konsequent, ohne Kompromisse, radikal eben. Kein Wort davon, wie die derzeit 11 % Beitrag aus „Regenerativen“ an der Primärenergieerzeugung (nicht Strom, sondern Energie gesamt!(Quelle) auf 100% gesteigert werden können . „Ökologischer“ Populismus in Höchstform ist das, was die BI veranstalten. Entsprechend letzterer Forderung würde ich empfehlen, dass die Thesenaufsteller ab sofort auf Produkte, basierend auf Kohlenwasserstoffen, verzöchten!

Ein Kommentar zu Bürgerinitiativen unterstreichen erneut ihre Kompromisslosigkeit

  • D.U.Merten sagt:

    ob die wohl nicht richtig auf der höhe sind.
    anders sind deren einstellungen nicht zu erklären.
    hauptsache DAGEGENSEIN.
    Sollen se mal vorschläge machen,aber soweit wird der horizont
    wohl nicht reichen.

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