Wintershall-Bohrprojekt Barrien 15 T vorläufig abgeschlossen

Leider gehören nicht nur Erfolgsmeldungen zum Bohrgeschäft dazu. Diese Erfahrung musste nun auch die Wintershall im Zuge ihres Buntsandsteinprojektes „Barrien 15 T“ südlich von Bremen machen. Die Bohrung hatte zum Ziel, zusätzliche Reserven in der seit 1965 in Förderung stehenden Lagerstätte zu erschließen. Aufgrund einer nicht näher benannten schwierigen geologische Situation konnte der geplante Bohrpfad nicht weiter fortgesetzt werden, weswegen die Bohrung in etwa 2.000 Meter Teufe eingestellt wurde. Sie soll zu einem späteren Zeitpunkt mit verändertem Bohrpfad fortgeführt werden, um die noch vorhandenen Reserven zu erschließen. Zuvor müssen jedoch die neuen geologischen Erkenntnisse ausgewertet werden. Zwischenzeitlich wird die Bohrung mit Zement teilverfüllt und mit einer Sicherungsarmatur (Eruptionskreuz) verschlossen. Für den weiteren Verlauf des Projektes verbleibt „Erdöl und Erdgas in Deutschland“ mit einem bergmännisches „Glück Auf!“.

Vollständige Meldung: Arbeiten in Barrien vorerst abgeschlossen

3 Kommentare zu Wintershall-Bohrprojekt Barrien 15 T vorläufig abgeschlossen

  • Dirk Weißenborn sagt:

    Na, haben die Schiefer des Lias „nachgeschüttet“? Tanzten die „Polizeifinger“ auf den Schüttelsieben?

    Wäre interessant, mehr von Wintershall zu erfahren.

    Aber vielleicht will sich der Konzernja deshalb gar nicht zu solchen Details äußern, weil sogenannte Bildungsbürger in bestimmten BI’s dann sofort „großräumiges Absacken der Erdoberfläche“ als Schreckgespenst an die Wand malen.

    1. Hallo Herr Weißenborn,

      nach meinen Kenntnissen kann es gelegentlich vorkommen, dass ein Bohrloch aufgrund komplizierter geologischer Verhältnisse aufgegeben werden muss. Im Regelfall wurde darüber in der Vergangenheit überhaupt kein Wort in der Öffentlichkeit verloren, weil inländische Kohlenwasserstoffgewinnung kaum jemanden interessiert hat. Insofern ist es eigentlich sogar positiv zu bewerten, dass die Interessierten und Aufgeschlossenen überhaupt etwas erfahren, auch wenn die Bekanntmachung wahrscheinlich eine Folge der Skepsis desinformierter Mitmenschen ist. Mir als „Teilzeitgeologen“ fehlen zudem tiefergehende Kenntnisse der regionalgeologischen Verhältnisse im südbremischen Raum.

      1. Dirk Weißenborn sagt:

        Hallo Herr Adler,

        die Lias-Schiefer als mögliche Verursacher kommen aufgrund der Teufenangaben prinzipiell in Frage. Andererseits wäre auch andere Faktoren oder eine Kombination anderer Faktoren aus anderen Horizonten mit dem „Nachrutschen“ der Lias-Schiefer denkbar.

        Das können wir ohne weitere Bohrungsinformationen wohl auch nicht klären.

        Sie haben recht, bis vor wenigen Jahren, wäre das kaum eine öffentliche Meldung wert gewesen.

        mfG

        Dirk Weißenborn

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